Tauschringentwicklung in Deutschland

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In Deutschland entstanden die ersten Tauschringe in den 1990er Jahren. [1] Zu einen der ersten Tauschringe zählte der 1993 [2] gegründete Tauschring in Bergisch Gladbach. Er folgte der Idee, die "gegenseitige Nachbarschaftshilfe mit einem Zeit-Tausch-System wieder zu beleben. Jede Arbeitsstunde sollte gleich viel wert sein." [3]

In den folgenden Jahren entstanden in ganz Deutschland verteilt viele einzelne Tauschringe. 1995 wurden ca. 60 Tauschringe gezählt, Ende 1996 schon 114 und 1998 bereits 200 Tauschringe in Deutschland, davon ca. die Hälfte in Großstädten.[4] Im April 2000 wurden ca. 280 Tauschringe in Deutschland geschätzt.

Bei der Vorbereitung des Bundesarbeitstreffen der Tauschsysteme 2012, wurde im Februar 2012 eine eigene Recherche durch das BATT 2012 Orga-Team, unter Leitung von Susanne Schmidt, durchgeführt. Dabei ergaben sich gut 300 Adressanschriften für Tauschsysteme. Eine konkretere Anzahl von Tauschringen kann derzeit nicht benannt werden, da es einerseits kein verbindliches, deutschlandweites Verzeichnis gibt und andererseits die Anzahl durch Gründungen und Schließungen von Tauschringen variiert.

Quellen

  • Meier, Daniela (2001): Tauschringe als besondere Bewertungssysteme in der Schattenwirtschaft. Berlin. Dissertation der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften Fakultät der Universität Köln
  • Niemeyer, Verena (2002): Tauschringe in Deutschland. Diplomarbeit an der Wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät der Universität Heidelberg
  • BATT 2012 Orga-Team

Einzelnachweise

  1. vergleiche für das folgende Meier (2001), S. 38f
  2. vorherige Aktivitäten zum ausgedehnten geldlosen Tausch werden hier nicht aufgeführt, da sie nicht der allgemeinen Definition eines Tauschrings entsprechen. siehe dazu Aktivitäten von Helmut Becker in der nähe von Halle. (vergleiche dazu Niemayer (2002), S. 13))
  3. siehe dazu Meier (2001), S. 38
  4. Meier (2001), S. 39