Veränderung der Arbeit durch Industrialisierung

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Das 19. Jahrhundert in Europa war geprägt von der Industrialisierung und der zunehmenden kapitalistischen Wirtschaftsweise.[1] Das Verständnis von ›Arbeit‹ und ›Handarbeit‹ musste sich der neuen industrialisierten Gesellschaft anpassen. Durch die Erfindung von Maschinen und dem gezielten Einsatz von mechanischer Energie konnten bestimmte Arbeitsprozesse hundertmal schneller durchlaufen werden als bisher. Die industrielle Revolution bewirkte aufgrund ihrer veränderten Produktionsbedingungen einen tiefen Wandel der Gesellschaft, mündend in einer neuen Klasse – dem so genannten Proletariat. Das Proletariat hatte, laut karl Marx (1818-1883), nichts außer seiner Arbeitskraft zu verkaufen. Laut Marx sollte sich der wahre Preis aus der geleisteten Arbeitszeit und aus den Arbeitsanteilen (Erfinder und Betreiber von Maschinen) zusammen setzen.

Gerade in dieser Zeit des Wandels der bisherigen Lebensweise und Auffassung über Arbeit gab es viele Denkansätze zum geldlosen und/oder gerechteren tauschen von Arbeitszeit. [2]. Einige dieser Ansätze wurden in die Praxis umgesetzt, mit mehr oder weniger Erfolg. Alle theoretischen und auch praxisorientierten Umsetzungen dieser Ansätze vollzogen sich in sog. Notzeiten, wobei eine dauerhafte Implementierung bis zum Ende des letzten Jahrhunderts nicht dauerhaft umgesetzt werden konnte. [3]

Quellen

  • Duroselle, Jean-Baptiste (2000): EUROPA: Eine Geschichte seiner Völker, Gütersloh/München
  • Sommer, Kai (2005): Tauschringe in Berlin: Entwicklung, Stand und Perspektiven. Berlin. Diplomarbeit an der Technischen Universität Berlin, Institut für Stadt- und Regionalplanung

Einzelnachweise

  1. vergleiche für das folgende Duroselle (2000), S. 283-305
  2. vergleiche dazu Sommer (2005), S. 28
  3. vergleiche u.a. Robert Owen (1771-1858), P. J. Proudhon (1809-1865) und Silvio Gesell (1863-1930)].

Weblinks